Stressbedingte körperliche symptome

Ein fröhliches Herz tut dem Leibe wohl; aber ein betrübtes Gemüt lässt das Gebein verdorren.  (König Salomo, um 950 v. Chr.)

Die Physiologie des Stresses

Stress  ist nicht bloss ein psychisches, sondern ein körperliches Phänomen. Wann immer wir eine Aufgabe zu erledigen haben, die Energie von uns erfordert, werden in unserem Körper (Stress-)Hormone ausgeschüttet. Dies ist völlig normal und dient dazu, den Körper in Bewegung zu bringen, indem durch die Hormone Adrenalin und Cortisol der Körper aktiviert wird. Der Puls und der Blutdruck steigen, die Muskelspannung nimmt zu und die Aufmerksamkeit steigt. Gleichzeitig werden zum Schutz vor Blutverlust bei Verletzungen die Gefässe eng gestellt, die Gefässwände werden klebriger und die Organe weniger durchblutet. Nach Beendigung der Aufgabe werden alle diese Prozesse umgekehrt und der Körper kann sich wieder regenerieren.

Wo diese Entspannungsphase fehlt, bleibt der Pegel der Stresshormone dauernd hoch und dann werden die bei Kurzzeitbelastungen für den Körper hilfreichen Wirkungen plötzlich zur Bedrohung:

- Wenn Gefässe länger eng und klebrig sind und der Blutdruck hoch, drohen Durchblutungsstörungen des Gewebes, Thrombosen bis hin zu Hirn- oder Herzinfarkten.

- Wo die Muskelspannung länger hoch ist, und das Gewebe weniger durchblutet nimmt die Verletzungsgefahr zu und die Wundheilung leidet.

- Wo das vegetative Nervensystem länger auf "on" ist, funktionieren die inneren Organe nicht mehr wie sie sollten, was zu Verdauungsbeschwerden und Bauchschmerzen führen kann. Gleichzeitig führt die verminderte Aufnahmekapazität der Verdauungsorgane zur Unterversorgung mit Mineral- und Nährstoffen, was der Körper kompensiert, indem er diese Stoffe aus den Muskeln und Knochen holt. Daraus resultiert wiederum eine verminderte Belastbarkeit dieser Strukturen.

Stress als Zeiterscheinung

Durch das hohe Tempo unserer Gesellschaft, den hohen Druck bei der Arbeit und die enorm hohen kommunikativen Kapazitäten sind viele Menschen unter Dauerstress, weil sie kaum mehr abschalten können und die Regenerationsphasen fehlen.

Wenn sich bei Ihnen körperliche Auswirkungen zeigen und sie gleichzeitig Schlaf-, Verdauungs- oder Konzentrationsstörungen haben, nehmen Sie das ernst.

Ein Coaching hilft Ihnen dabei, zu identifizieren, was Ihnen am meisten Stress bereitet und wie sie am besten damit umgehen können, lernt ihnen, wie sie sich auch in turbulenten Zeiten wirkungsvoll entspannen können und wie sie wirksam Grenzen setzen können.